Rahmen und mehr

Der Rahmen

Die Rahmenkonstruktionen und Fertigungen werden derzeit stark von Modeerscheinungen geprägt. Meine Befindlichkeit, Nostalgie und der Konservatismus sind bei mir noch nicht verdrängt worden. Ich nehme noch Alu-Rahmen und bin auch ein Verfechter des modernen Stahlrahmen, wie eben von und ein Diamant. Ich weis nur, dass ein Karbonrahmen das Budget eines privaten Radsportlers überschreiten würde. Mein Gewicht muss ich eben um die Kilo, die ein „Karbonie“ weniger wiegt als ein Alu, reduzieren. Ist doch ganz einfach, es erfordert nur sehr viel Willen. Am Rahmen gibt es wenig zu basteln, ein Eingriff kann manchmal zum totalen Desaster führen. Einen Alurahmen zu richten könnte noch gehen, mit einem Karbonrahmen ist sicherlich das Ende der Übung schneller erreicht, als man glauben möchte. Ich habe schon intensiv über einen Bambus-Rahmen nachgedacht, das alte Diamant Rad wird die Übung sein, mit Schaltung, soll ja im Frühjahr beim Spreewaldmarathon an den Start gehen.

Das Model eines Rahmens

Lenker und Gabel
Der Lenker und die Gabel bilden eine sinnvolle Einheit, mit dem Vorbau ist der Lenker auf dem Steuerrohr der Gabel befestigt. Die Klemmverbindung zum Lenkerbügel und zum Steuerrohr werden nach Vorschrift festgezogen. Hier ist dann die Gabel und der Lenker eine lösbare Einheit, die funktionieren muss.
Zum Lenker: Bedienelemente des Rades sind daran befestigt, Eine lautstarke Klingel (wichtig für die schwerhörigen Fußgänger und Ignoranten), Schalthebel, Handbremshebel, Griff und eventuell ein Barend. Die Befestigung der erforderlichen Frontleuchte ist je nach Vorliebe vorzunehmen, nur Pflicht ist das Ding. Ich habe noch einen Spiegel dabei. Die Bremsgriffe sollten immer in einer Linie Unterarm und gestreckter Zeigefinger, eingestellt sein. Barend’s machen das Fahren etwas bequemer.

Die Gabel:
Gefedert oder Starr, das ist hier die Frage die sich jeder selbst beantworten muss. MTB ist gefedert und RoadBike starr. Die Gabel nimmt die Vorderradbremse auf, in der Regel eine V-Brake, diese hat beste Verzögerungswerte, darüber etwas später, die Scheibenbremse hängt auch an der Gabel aber eben etwas anders. Das Vorderrad, kann eventuell mit einem Schmutzabweiser garniert werden.
Das Ahead-Lenkerlager:
Sehr stabil, hat kaum Mängel. Regelmäßig kontrolliert, kaum Spiel, hakt es beim entlasteten Drehen? Dann auswechseln! Nur mit gutem Werkzeug!
Die Laufräder
Das sind die Dinger die alles Wollen auf die Straße bringen sollen!
Um viele Kilometer auf die Straße oder das Gelände zu bringen, muss man einige Überlegungen anstellen. Die Felgen und die Reifen sollten doch schon eine gewisse Klasse besser sein als an einem Systemrad. Man kann die gekauften Radsätze fahren, nur bei Ersatz gibt es keine Kompromisse. Ich dachte, nach 4000 km sollten die Radsätze vom RoadBike, noch wie neu sein! Resümee, ich habe neue Felgen, die sind ein nicht so sprödes Aluminium, damit ist eine längere Lebensdauer zu erwarten. Metallurgische Kenntnisse sind nicht notwendig, man sollte sich in einschlägigen Werkstätten und im Netz informieren. Teuer ist nicht immer gut, der richtige Preis ist es. Die Felgen für Räder mit Bremsscheibe haben eine entscheidend höhere dynamische Belastung zwischen Felge, Nabe und Befestigung vorzuweisen!

Laufräder, Scheibenbremsen tauglich
Einige Kontrolltipps:
1. Die Felgen regelmäßig auf Verschleiß prüfen, beim Durchdrehen die  Felgenbohrungen auf Risse prüfen, die Speichenspannung kontrollieren und den Reifen eine gewisse Aufmerksamkeit entgegen bringen, der Verschleiß ist leicht zu erkennen.
2. Ist das Laufrad frei (das Rad auf einem Montageständer) dann das Lagerspiel prüfen. Das Rad seitlich kippeln und auch vertikal ziehen und drücken, ist Spiel vorhanden, dann dringend handeln!
3. Liegen die Bremsen frei, dann gleich die Beläge prüfen.
4. Das Rad für die Felgenbremse, die Bremsfläche an der Felge prüfen. Ideal ist es natürlich, wenn in die Bremsflanke eine Kontrollrille eingedreht ist, wenn diese fast oder nicht mehr zu sehen ist, dann ab in den Felgenhimmel. Die Scheibenbremsfelge ist vor solchem Verschleiß gefeit, aber nicht vor Alterung.
Die Reifen:
1. Die Reifen müssen Rund laufen, stellen sie sich vor, sie rollen mit etwa 80 km/h einen unserer Berge hinunter und der Reifen schlägt. Grausam!
2. Reifenwechsel, Schlauch defekt? Reifen noch gut? Dann mit Vorsicht.
3. Reifen aufziehen, nur mit Plastikmontagehebeln, den Schlauch leicht aufpumpen, damit er im Felgenbett besser zu liegen kommt, die Montagehebel dürfen den Schlauch nicht quetschen, wegen Panne.
4. Damit es leichter geht, reibe ich die Innenseite der Felge mit etwas Vaseline oder verdünntem Fit-Wasser, ein. Der Reifen gleitet dann recht gut in seinen Sitz und wird kaum schlagen, es sei denn das Produkt hat eine Macke. Mehrmals Luft runter und neu aufpumpen, man kann durchaus einen um 1 bar höheren Nenndruck aufpumpen. Wenn alles o.k. ist, dann Luftdruck auf Soll einstellen. Druckangabe an der Reifenwand, oder vom Hersteller.

Alles richtig gemacht, ok und gute Fahrt.