Die Bremsen

Felgenbremsen
mein RoadBike ist mit V-Brakes ausgestattet.
Die Felgenbremse (V-Brake) hat im Bereich des Straßenradsports grundsätzlich vorteilhafte Eigenschaften. Diese Bremse ist sehr wartungsarm, sie ist im Einsatz unübertroffen. Die Bremskräfte, welche das Fahrrad mit der Menschenmasse zum Stillstand bringen sollen, werden auf direktem Weg von der Felge an die Gabel und zum Rahmen geleitet, es gibt keine Speichenbelastung. Die Verzögerung ist sehr gut dosierbar und sehr sicher.
Ich nutze Cartride Bremsschuhe, die sind mit wenig Aufwand gewechselt. Gute Felgen besitzen eine eingedrehte Kontrollrille, damit ist die Lebensdauer des System bewertbar. Meine Erfahrung: etwa 4000 bis 5000 km und noch mehr Laufleistung, bis zum Felgenwechsel. Immer die Tiefe der Kontrollrille an der Felgenflanke kontrollieren. Wenn es dann soweit ist, nehme ich wieder gespeichte Räder.
(Sind sofort einsatzfähig)
Wartung der Felgenbremse:

Wichtig: das Spiel zwischen Bremsschuh und Felgenflanke, in Summe 2 mm, je Seite, einen Millimeter. Einstellbar, relativ einfach. Jeder hat so seine Erfahrung bezüglich Fahrradwartung und Bremseneinstellung. Die Bremsgummis dürfen auf keinen Fall mit dem Reifen in Berührung kommen, das würde den Reifen sehr schnell außer Gefecht setzen. Ohne Kontrolle? Der Schaden? nicht zu deuten.

V-Brake mit Stellschrauben zum syncronisieren

Die Scheibenbremse: an meinem MTB und für Leute die in die Berge wollen. Die Scheibenbremse hat auf den Wegen und Trails ihre absolute Berechtigung. Sie versagt auch bei unwirtlichsten Bedingungen nicht ihren Dienst. Die Verzögerung bei einer Scheibenbremse ist weniger Hart wie bei der Felgenbremse, das hat einen nicht zu unterschätzenden Nachteil. Sie bremst verhaltener, der Bremsweg kann durchaus länger sein. Wer denkt, das ist nicht so? Bitte ausprobieren oder mal in der Technischen Mechanik nachlesen. Folgender Kraftfluss ist hier zugrunde gelegt. Die Bremsscheibe ist an der Nabe montiert, der Kraftfluss verläuft ausschließlich vom Reifen über die Speichen zur Nabe und Scheibe, dann zur Gabel und zum Rahmen. Der Kraftfluss ist sehr lang und kann sehr gedämpft wirken. Im Radsystem werden große Kräfte an den Verbindungen innerhalb des Rades wirken. Die Bremswirkung ist in Summe auch etwas schwammiger als die, der Felgenbremse.
Wartung der Scheibenbremse:
Wichtig: das Spiel zwischen Bremsklotz und Scheibe: 0,3 mm bis 0,5 mm, auf beiden Seiten. Sind die Bremsbacken wellig, dann sollte die Scheibe geprüft werden(Welligkeit) und oder die Backen auszuwechseln. Die Bremskolben können etwas unterschiedlich aus dem Gehäuse ragen. Die Bremsscheibe soll mittig zwischen den Kolben stehen. Um das zu erreichen nimmt man zwei Tastlehren, stellt sie auf 0,4 mm ein und passt diese beidseitig zwischen Scheibe und Kolben ein. Danach wird der Bremshebel gezogen um durch den Druck im System die Kolben zu syncronisieren. Ist Luft im System gelingt das nicht, eine Entlüftung ist erforderlich. Nach dem Zusammenbau ist es günstig, über das Entlüftungsnippel die Luft hinter den Kolben herauszudrücken. Die Arbeiten sollten in einer Ölwanne erfolgen! Umweltfrevel!!! wenn nicht.
(Werkstatt, Fachmann fragen!)

Das Entlüften des Systems ist etwas aufwändig.
Die Tipps sind kostenfrei, für Schäden komme ich natürlich nicht auf.
Tipp: wenn an der Bremse gearbeitet wird, ist es hilfreich, reichlich Mineralöl verwenden zu können.

Geöffnete Bremseinheit, zum Zusammenbau

Das Bremssystem sollte in einer Fachwerkstatt repariert und eingestellt werden!
Ist man in der Lage die Arbeiten selbst in der erforderlichen Qualität durchzuführen, dann sollte sehr sorgsam vorgegangen werden. Das was hierzu steht ist absolut meine Erfahrung und nicht für jedermann nutzbar. Mein Bremssystem ist von Tektro.
Die Scheibenbremsen sind zum großen Teil so konstruiert, das ein Fachmann die Bremse komplett überprüfen und reparieren kann. (Ich meine, kann!)
Den Bremszylinder kann man demontieren und reinigen.
1. zwei Schrauben lösen (Inbus 4) und den Block teilen.
2. Die Kolben herausnehmen, Hilfsmittel: Segerringzange spreizen und ohne zu verkanten aus der Führung ziehen.
3. Die Dichtringe reinigen und mit etwas Vaselin einreiben um beim Zusammenbau keine Probleme zu bekommen.
4. Das Gehäuse zusammenbauen (Inbus 4), die Bremsleitung vorsichtig einschrauben und festziehen (Maulschlüssel 8).
5. Danach kann der Block eingebaut werden und mittig zur Bremsscheibe festziehen. (Inbus 5)
6. Auffüllen und Entlüften des Bremssystems, alle Systemöffnungen prüfen und gegebenenfalls festziehen (Maulschlüssel 7)
7. Wichtig: Die Dichtheitsprobe: Den Bremshebel mit erhöhter Kraft betätigen und fühlen, ob der Druck nachlässt! Wenn ja, dann ist eine Undichtheit vorhanden. Mit einem weißem Tuch die Einrichtung abwischen um das Leck zu orten. Nachziehen und Mineralöl auffüllen.
Diese Dichtheitsprobe öfter durchführen, auch bei einer Probefahrt, die auf freiem Gelände erfolgen kann. Die Bremse muss intensiv genutzt werden um eventuelle Fehler lokalisieren zu können. Die Arbeit ist erst beendet, wenn absolut kein Fehler vorliegt!
– Ein Tipp zu quietschenden Bremsen, bei Regenwetter quietschen die fast immer. Quietschen die bei trockenem Wetter, sind die Backen meist verunreinigt, eine Reinigung ist der gesinterten Belägen völlig irrelevant. „Neue Bremsbacken“ erwerben und wechseln, die Scheiben mit einem weißen Tuch abreiben! P.S. Wenn alles in Ordnung ist und die Bremsen bei Sauwetter quietschen? Geschehen lassen!!!
Bei Arbeit am Bremssystem muss absolute Sorgfalt herrschen, sonst Crash oder schlimmer!
Tipps mit reichlich Text sind meißt ganz gut.
Meine Vorstellungen für den Winter: einen Bambus Rahmen zu kreieren und zu bauen! Ist natürlich auch von Sicherheitsbedenken geprägt, auch solche, welches Bremssystem werde ich nutzen! Wird das Rad aus Diamantkomponenten erzeugt, dann natürlich Felgenbremsen, eine Scheibenbremse wäre sehr aufwändig (finanziell). Was bei meiner Bauerei herauskommt? Ich werde eine Seite auf dieser Webseite dem Bau widmen.